Sonntag, 17. Januar 2010

Aus der Bahn geworfen

2010 hatte so gut angefangen und dann hat es mich voll aus der Bahn geworfen. Das dämlichste daran ist, was mich aus der Bahn geworfen hat: Steine.
Naja, und mein Kopf.

Ich bin seit den letzten Sommerferien auf der Suche nach einer neuen Wohnung für uns. Mehr Räume, bessere Lage und am Besten noch bezahlbar. In den Sommerferien hab' ich dann schon aufgegeben und angefangen unser Wohnung umzuplanen - es gibt hier keine vernünftigen Wohnung, die nicht ein Vermögen kosten. Hinzu kommt, dass ich ungern in Schuhschachteln wohne: also was besonderes sollte die Wohnung schon haben.

In den Weihnachtsferien hab' ich dann mal einen weiteren Versuch gestartet und Tada... hab' sie gefunden. Superschöne Wohnung, mit einem tollen Blick, genügend Räumen, hohen Decken, meine Traumküche zum Spottpreis dazu, in der Nähe alles was man braucht, zehn Minuten zu Fuß zur Arbeit - kurz gesagt mein Traum. Mit einem kleinen Haken: direkt an einer zweispurigen, viel befahrenen Straße. Und deshalb hab ich zunächst "Nein" gesagt. Dann hat der Vermieter mich noch mal überredet und mir alle sonstigen Vorteile der Wohnlage genannt, die mir so nicht bewusst waren. Also bin ich mit meinem Schatz noch mal hin. Und auch Schatz war begeistert. Allerdings das Paar, das er Vermieter (ohne mein Wissen) noch eingeladen hatte auch.

Wir wollten die Wohnung haben (ich jetzt unbedingt) und das andere Paar auch.
Wir haben sie letztendlich nicht bekommen. Und daran knusper' ich schon zwei Wochen.

Ich versuche mir immer zu sagen: "Es sind nur Steine!", aber so fühlt es sich leider nicht an. Es fühlt sich an, als ob ich was ganz wichtiges verloren hätte. Total dämlich eigentlich, aber ich kann mir nicht helfen.
Dann hab' ich mir gesagt, das muss Schicksal sein, also wartet etwas anderes auf mich und hab' mich wieder in die Suche gestürzt, aber da ist wieder nur Mumpf zu finden. Nur Steine - und keine Träume...

Das Schlimmste ist dabei auch, dass ich die Wohnung gehabt hätte, wenn ich gleich "Ja" gesagt hätte. Ich hab' es mir selber vermasselt. Damit muss ich wohl klar kommen. Darunter hat jetzt alles gelitten. Die Arbeit, der Sport, mein Körper, unsere Wohnung, der Blog und mein Kopf.
Ich muss das endlich los lassen. Nur wie?

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